Vorerkrankungen

Während die gesetzliche Krankenversicherung jeden versicherungspflichtigen Arbeitnehmer und auch Selbstständige, die sich freiwillig versichern möchten, aufnehmen muss, und dessen Vorerkrankungen keinerlei Einfluss auf die Höhe des Beitrags haben darf, sieht das bei privaten Krankenversicherungen anders aus, denn hier richtet sich die Höhe des Beitrags nach Lebensalter und Geschlecht. Die Beiträge sind sehr günstig kalkuliert und fallen grundsätzlich teilweise bis um drei Viertel niedriger aus als bei der gesetzlichen Krankenversicherung. Sollte eine Person, die sich privat Versichern möchte Vorerkrankungen haben, muß er diese bei Antragsstellung angeben, denn sie können durchaus einen Einfluss auf den Versicherungsablauf haben und für den Versicherer ein erhöhtes Risiko bedeuten. Somit hat der Versicherer das Recht, einen Risikozuschlag zu erheben. Wird eine Vorerkrankung nicht angegeben und stellt sich nachträglich heraus, dass der Versicherungsnehmer von der Vorerkrankung wusste und diese verschwiegen hat, so hat der Versicherer das Recht, den Vertrag außerordentlich zu kündigen. Auch nach der Policierung und während der Versicherungsdauer gilt die unverzügliche Meldepflicht. Als Vorerkrankung gilt hier auch eine harmlose Allergie.

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