Verletztengeld

Wenn jemand einen Arbeitsunfall hatte oder eine Berufskrankheit eingetreten ist, hat man Anspruch auf Verletztengeld, vorrausgesetzt man ist in der gesetzlichen Unfallversicherung versichert. In der Regel ist jeder in dort jeder versichert, der in einem versicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis steht. Die Beiträge hierfür zahlt der Arbeitgeber für die Anzahl seiner Arbeitnehmer. Für den Versicherten selbst muss nach einem Unfall die Arbeitsunfähigkeit eingetreten sein oder er muss sich in einer Heilmaßnahme befinden, weswegen er seine Berufstätigkeit nicht ausüben kann. Das Verletztengeld wird nur gezahlt, wenn der Verletzte vor der Arbeitsunfähigkeit Arbeitsentgelt erhalten hat, Krankengeld, Übergangsgeld oder ähnliche Bezüge. Ein Anspruch auf Verletztengeld besteht ab dem Tag der Feststellung der Arbeitsunfähigkeit durch den Arzt oder vor dem Beginn einer Heilmaßnahme. Gezahltes Arbeitsentgelt wird angerechnet. Die Zahlung wird also erst ab dem Zeitpunkt vorgenommen, ab dem der Arbeitgeber keine Lohnfortzahlung mehr leisten muss, was in der Regel nach sechs Wochen der Fall ist. Der Anspruch endet, wenn die Arbeitsfähigkeit wieder hergestellt ist. Er endet ebenfalls, wenn mit einer Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit nicht mehr gerechnet werden kann. Hier schließt dann allerdings die Rentenzahlung an. Das Verletztengeld richtet sich in seiner Höhe nach dem letzten Einkommen. Hierfür wird der Einkommensdurchschnitt von drei Monaten genommen. Es beträgt 80 Prozent des durchschnittlichen Regeleinkommens. Arbeitslose erhalten ein Verletztengeld in der Höhe des Anspruches auf Arbeitslosengeld.

Diesen Beitrag teilen