Abweichende Vereinbarung

Einer Berechnung von Arztrechnungen liegt eine Gebührenordnung zugrunde.Als Abdingung bezeichnet man eine abweichende Vereinbarung der Vergütungshöhe.Diese ist nicht im Bezug auf Gebührenordnung möglich.Eine abweichende Vereinbarung zwischen Arzt und Patient muss bereits vor Beginn der Behandlung schriftlich als Abdingungserklärung fixiert werden.Das Erklärungsschreiben einer abweichenden Vereinbarung darf und muss die vereinbarte Höhe der Vergütung sowie eine entsprechende Feststellung beinhalten,dass die Vergütung evtl. nicht vollständig erstattet wird.Eine Kopie der Abdingungserklärung ist dem Patienten auszuhändigen.Pauschalhonorare für abweichende Vereinbarungen sind nicht zulässig und müssen eingehalten werden.Das trifft zum Beispiel auf Operationen zu.Überschreitet die abweichende Vereinbarung der Gebührenordnung für Ärzte Selbige um das Siebenfache,oder wird einem Patienten im Notfall keine freie Arztwahl gewährleistet,so ist die Abdingung unzulässig.Einzelne Tarife der privaten Krankenversicherer können eine Leistungsbegrenzung auf Höchstsätze innerhalb der Gebührenordnung außer Kraft setzen.In solchen Fällen ist die Erstattung von separat abweichend vereinbarten Honorarsätzen möglich.Es sollte zur Sicherheit vor der Unterzeichnung einer abweichenden Vereinbarung die Zusage für eine Erstattung seitens der Krankenversicherer eingeholt werden,da auch Aspekte der Kostenminderungspflicht des Versicherten berücksichtigt werden müssen.

 

 

 

 

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