Doppelversicherung

Wenn jemand bei verschiedenen Versicherungen die gleiche Versicherung abschließt spricht man von einer Doppelversicherung. Dadurch hat der Versicherungsnehmer im Prinzip ein Recht auf den doppelten Ersatz der Leistung. Jedoch ist das nicht erlaubt. In diesem Fall teilen sich die Versicherer die Summe des entstanden Schadens und einigen sich untereinander auf dessen Höhe, um insgesamt nicht mehr als die erstattungsfähigen Kosten zu decken. Die Höhe der Kosten der Versicherer ist von der Höhe des Tarifes abhängig, welcher der Versicherungsnehmer an die jeweilige Gesellschaft gezahlt hat. Auch bei einer gleichen Versicherung bei einer gesetzlichen und einer privaten Versicherung kommt es zu einer Doppelversicherung. Diese unterliegt dem Grundsatz des Bereicherungsverbots. Der Versicherungsnehmer muss beachten, dass er schon bei der Antragsstellung den jeweiligen Versicherer auf den Abschluss einer gleichartigen Versicherung informiert, um nicht den Grundsatz des Bereicherungsverbotes zu verletzen. Wenn der Versicherungsnehmer aber diese Information verschweigt, muss er damit rechnen, dass die Versicherung leistungsfrei ist und somit kine Kosten deckt. Aufgrund des Privatrechts sind Empfänger von Beihilfeleistungen von einer Doppelversicherung ausgeschlossen.

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