Überforderungsklausel

Der Begriff der Überforderungsklausel bezieht sich vor allem auf die Zuzahlungen von gesetzlich Versicherten. Zuzahlungen müssen geleistet werden bei stationärer Vorsorge, Rehabilitationsaufenthalten, Zahnersatz, aber auch bei Fahrtkosten und technischen Hilfsmitteln. Desweiteren in Form von Eigenanteilen zu Verbands- und Hilfsmittlen, sowie zu Arzneimitteln. Dabei gelten die songennanten Belastungsgrenzen, die den Versicherten vor einer Überforderung schützen soll. Diese Grenze liegt bei höchstens zwei Prozent des Bruttogehaltes. Bei chronisch Kranken gilt eine Höchstgrenze von einem Prozent des Bruttojahreseinkommens. Wenn Versicherte bereits zu einem frühen Zeitpunkt im Jahr die Belastungsgrenze erreicht haben, können sie sich von dem Rest der Kosten für das entsprechende Jahr befreien. Falls der Erkrankte Angehörige hat, muss er das Familiennachkommen nachweisen. Kinderfrüherkennungsuntersuchungen, Schwangerschaftsvorsorge und Entbindung sind meist frei von Zuzahlungskosten.

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